Frieden macht Schule Blog

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Blumenkinder

Frei denken - nicht mitlaufenPosted by Dr. Gertrud Müller 17 Feb, 2019 09:50:24

In den 80er Jahren entdeckte ich das Bilderbuch „Etwas von den Wurzelkindern“. In diesem nostalgischen Bilderbuch ruft die Mutter Erde den kleinen Blumenkinder zu: "Wacht auf, wacht auf ihr Kinderlein! Es wird nun wohl bald Frühling sein". Alle Blumenkinder beginnen voller Vorfreude an ihren Kleidern zu nähen. Mit den fertigen bunten Kleidern gehen die Blumenkinder dann fröhlich hinaus in die frühlingshafte Natur und verzaubern mit ihrer Schönheit die Erde. Eine romantische Vorstellung von den Vorgängen der Natur. Auch wenn diese Vorstellung der modernen Erkenntnis der Biologie nicht entspricht, so zaubern die Bilder der Blumenkinder heute noch Anmut und Wertschätzung für die Natur in die Herzen der Leser, den Zauber:

Alles ist gut, die Welt, in der wir leben, ist in Ordnung.

Ist es nicht genau das, was wir alle wünschen und an das wir nicht mehr glauben können?

1,5 Millionen Menschen in Bayern haben sich für die Bienen auf den Weg ins Rathaus gemacht, Schüler gehen freitags für die Natur auf die Straße und immer mehr Menschen versuchen im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Natur zu schützen. Erste Schritte, neue Ideen für unsere gemeinsame Welt. Die Welt mit ihrer zauberhaften Natur gehört nicht Einzelnen oder den Mächtigen, die sich streiten wie viele Mauern und todesbringende Waffen aufgestellt werden.
Die Welt mit ihrer wunderbaren Natur ernährt alle Lebewesen, schließt niemand aus. Wenn wir es ernst meinen mit unserem Wunsch für eine gute Zukunft und für eine freie und freundliche Welt, dann können wir lernen, hoffen und glauben, dass die Welt gut ist. Wir können beginnen darauf zu vertrauen, dass es das Universum gut mit uns meint und dass unsere Erde wieder in Ordnung kommen kann. Wenn ganz viele Menschen an dieses Ziel glauben, sich engagieren und auch daran arbeiten, dann bin ich mir sicher, das Universum wird uns Menschen eine zweite Chance geben. Der Zauber der Natur und des guten Miteinanderseins kann uns wieder berühren, bis wir eines Tages spüren: Alles ist gut. Die Welt ist in Ordnung.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen schönen ersten Frühlingssonntag in diesem Jahr.

Gertrud Müller